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Die Suche nach dem heiligen Grill

Sonntag 12:30h in Bayreuth, heiter bis sonnig (zumindest hinter den Wolken). Aber gerade zieht eine ganze Wolkenfront in Richtung Univerwaltung ab, wir haben also doch gutes Wetter.

Außer einem fleißigen Schweißer in der Werkstatt, der sich mit Krümmern und deren Inkompetenz herumschlägt, ist momentan noch Ruhe angesagt. Ruhe? Grillen um 13:00h und wir haben noch keinen Grill angeheizt. Wo ist der überhaupt? Grillen ohne Grill macht irgendwie keinen Sinn. Sagt man zumindest so. Also suchen wir den doch mal. So langsam kommt Publikum. Heute ist Formel 1 in Monaco, müssen wir gucken. Wie kriegen wir das jetzt runter zum Grill… Kabel, Kabel, Kabel und zwar aus dem Fenster – freiluftverlegt. Nach zahlreichen Versuchen steht das Bild endlich – fehlt nur noch der richtige Sound. Inzwischen ist schon die erste Safety-Car-Phase vorbei.

Die Anlage aus dem Büro hat Beine bekommen und trifft in einem Teil in der Halle ein. Sehr zur Freude ihres Besitzers, der schon ganz feuchte Augen bekommen hat. Wohl eher, weil das Bier inzwischen alle ist. Nach erneutem Kabeln gibt es nun endlich auch ordentlichen Sound. Die Grillmeister haben ihren Job zufriedenstellend erledigt und entspannen ebenfalls vor dem 19“-Bildschirm. Jetzt muss man sich nur noch die beste Sicht auf den Monitor sichern. Zugegeben etwas herausfordernd das Ganze. Deshalb verabschieden sich wohl einige nach der 3. Safety-Car-Phase in die Werkstatt um zu arbeiten. Nach der 4. Safety-Car-Phase ist auch für den Rest Schluss – und wer macht die Sauerei jetzt weg? Die Spülmaschine natürlich. Nach dem kollegialen Aufräumen flüchten die Ersten, der Rest begab sich an Schweißgerät, Cost Report und Seitenkastenformen. Ist ja schließlich Sonntag – da arbeitet man auch was. Oder trainiert sich das Fleisch vom Mittagessen wieder ab. Szenenwechsel: Zaungäste – wieso kloppen sich eigentlich Vögel? „Der hat den anderen in den Schwitzkasten genommen.“ - „Der da buddelt jetzt ein Loch.“ „Sucht wohl einen Knochen.“ „Oder will den anderen beerdigen.“ Egal, zurück zu den Seitenkästen. Ist das jetzt der richtige Härter und der passende Kleber? O-Ton Felix: „Der Härter schwimmt da unten irgendwie nur unmotiviert rum.“ Unmotiviert? Nicht bei uns – hier ist Herzblut von Nöten – oder halt Kleber. Naja probieren wir‘s halt mal. Nachdem dann auch die zweite Form wieder in ihren Ursprungszustand versetzt wurde, war Großreinemachen in der Werkstatt angesagt. Auch hier natürlich in Teamwork. Inzwischen ist die Uhr bei 20:45 angekommen und der Himmel ist auch nicht mehr wirklich sonnig, aber man sieht noch was. Mal gucken wie lange das noch geht. 22:00 Uhr: Nach einer abschließenden Auseinandersetzung mit diversen Lichtschaltern ist die Uni nun auch an dieser Stelle in der Nacht versunken. Zum Glück kam kein Applaus – sonst wär das Licht wieder angegangen.

Nach einer sehr arbeitsintensiven Woche, bei der des Öfteren trotz regulärem Unibetrieb von morgens um 8 Uhr bis abends um 10 Teile des Autos auf Herz und Nieren geprüft wurden, stellte dieser Sonntag das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Vergnügen in Ansätzen wieder her und sollte damit auch der körperlichen und geistigen Regeneration dienen. Frisch gestärkt sind wir gespannt, was die neue Woche so bringt.