Formula Student

FSG 2011 Formula Student Germany

Die Formula SAE (Society of Automotive Engineers) ist ein internationaler Konstruktionswettbewerb, der jährlich an vielen Orten weltweit veranstaltet wird. Studierende von weltweit über 772 Universitäten nehmen jährlich daran teil.

Die Wurzeln des Wettbewerbs liegen im Texas der 1970er Jahre. Gegründet als eine Variante der schon bestehenden Mini Baja Serie, fand die Idee guten Anklang und so wurde nach einigen Gründungsjahren die Formula SAE als eigenständige Serie etabliert. 1998 fand mit der Formula Student UK erstmals ein Wettbewerb außerhalb der Vereinigten Staaten statt. Andere Länder folgten und so gibt es heute acht offizielle Wettbewerbe auf der ganzen Welt.

Worum geht es also? Die Formula Student ist ein Design Wettbewerb für Ingenieure, deren Ziel es ist Studenten mit praxisrelevanten Soft und Hard Skills für Ihr späteres Berufsleben auszustatten. Um erfolgreich zu sein muss ein Team sich neben der Konstruktion des Rennwagens auch mit Forschung, Fertigung und Datenaquise währen des Testbetriebs beschäftigen. Darüber hinaus müssen sich die Teams auch noch mit Themen Marketing, Finanzen und Management Themen beschäftigen. Um diese Themen abbilden zu können müssen sich die Teams interdisziplinär aufstellen. 

Die Fahrzeuge selbst werden nach einem internationalen Regelwerk gebaut. Über die Jahre ist das Regelwerk sehr komplex und mittlerweile sogar länger als das der Formel 1 geworden. Die Grundprinzipien sind dabei jedoch gleichgeblieben:

Fahrzeug: 

  • Open-Wheel, Open-Monopcoque, Formula-Style body
  • four wheels not in a row
  • aerodynamic devices are limited size 

Elektrischer Antriebsstrang:

  • any number of motors and driven wheels
  • 80 kW peak system power

 Statische Disziplinen 

In den drei statischen Disziplinen präsentieren die Studenten ihre Konstruktionen, ihre Kostenplanung und ihr Geschäftsmodell. Diese werden mit einer Jury aus Experten der Motorsport-, Automobil- und Zulieferindustrie diskutiert.


  • Engineering Design

    Im Design Report dokumentieren die studentischen Konstrukteure ihre konstruktiven Lösungen und deren Vorteile. Beim Wettbewerb werden die Konstruktionen von den Juroren am Fahrzeug begutachtet und mit den Studenten diskutiert. 


  • Cost Analysis

    Die Kosten sind für den Bau eines Rennwagens ein entscheidender Faktor. Die Disziplin besteht aus einem schriftlichen Bericht und einer Diskussion mit den Juroren am gebauten Prototypen. Bewertet wird die Vollständigkeit des Berichts, sowie der Preis und eine Aufgabe zur Kostenreduktion.


  • Business Plan

    Die Teams stellen fiktiven Investoren, vertreten durch die Juroren, ihren Geschäftsplan für den gebauten Prototypen vor. Die Präsentation der Teams dauert zehn Minuten, gefolgt von einer fünfminütigen Fragerunde. Bewertet werden Inhalt, Aufbau, Aufbereitung und Darbietung des Vortrags sowie die Fragerunde .

Dynamische Disziplinen

In den dynamischen Disziplinen müssen die Fahrzeuge die Praxistauglichkeit der studentischen Konstruktionen auf der Rennstrecke unter Beweis stellen. Mit jeder Disziplin werden unterschiedliche Eigenschaften des Autos getestet. Grundsätzlich starten zwei Fahrer mit je zwei Versuchen (außer im Endurance-Rennen). Gewertet wird der jeweils beste Versuch als das Optimum, das das Fahrzeug erzielen kann.


  • Skid Pad

    Die selbstgebauten Rennwagen durchfahren einen Parcours in Form einer Acht. Jeder Kreisring wird zweimal nacheinander umrundet, gemessen wird jeweils die zweite Runde. Die Rundenzeit zeigt, welche statische Querbeschleunigung das Fahrzeug erreichen kann. 


  • Acceleration

    Auf einer 75 Meter langen Geraden müssen die Rennwagen beweisen, wie schnell sie aus dem Stand beschleunigen können. Die Besten bewältigen die Strecke in einer Zeit von unter vier Sekunden und erreichen dabei eine maximal Geschwindigkeit von mehr als 100km/h.


  • Auto Cross

    Über eine etwa 1 Kilometer lange Runde fahren die Rennwagen durch Geraden, Kurven und Schikanen. Eine schnelle Rundenzeit ist sowohl ein Indikator für eine gute Fahrdynamik als auch für gute Beschleunigungseigenschaften. Die Platzierung entscheidet zudem über die Startreihenfolge in der Endurance-Disziplin. 


  • Endurance

    Über eine Renndistanz von 22 Kilometern muss sich die Gesamtkonstruktion unter Dauerbelastung beweisen. Hier sind alle Eigenschaften von der Beschleunigung bis hin zu Handling und Fahrdynamik gefragt.


  • Efficiency

    Während des Endurance-Rennens wird der Energieverbrauch gemessen. Bei der Berechnung der erreichten Punkte, zählt nicht einfach der Verbrauch, sondern vielmehr der Verbrauch in Relation zur Geschwindigkeit.